Der erste Wurf – L-Wurf vom Idsinger Holz

Andrea fragte mich 2015, ob ich mir immer noch vorstellen könnte, dass sie mit Gaya einen Wurf macht, und ich ließ mich gerne auf dieses Abenteuer ein. Ganz nach dem Motto: „Mal sehen, wo es hinführt“. Schritt für Schritt ging es Richtung Zuchtzulassung: ein bestandener Wesenstest und sehr gute Röntgenergebnisse waren schon vorhanden, ein schöner Anfang. Gaya brauchte aber außerdem einen guten Formwert (Sie bekam „vorzüglich“), Gentests und eine Augenuntersuchung. Als das alles erledigt war, hatte Andrea auch schon einen jagdlich geführten und geprüften schokoladenbraunen Deckrüden gefunden: Joker* vom Gildenwald. Petra Vos in Xanten freute sich sehr, da Joker mit Gaya zum ersten Mal deckte. Alles klappte gut, Gaya zog ins Rudel auf den Hof nach Idsingen und nun hieß es abwarten bis zum ersten Ultraschall…

Nebenbei hat Gaya, die ihre ersten fünf Lebensjahre als „Stadthund“ in Hamburg gelebt hatte, auf dem Land völlig unspektakulär ihre Passion für das Arbeiten mit Wild entdeckt. Mit Andrea apportierte sie die ersten Enten aus dem Wasser, übte auf Schleppen und ließ sich auch auf Haar- und Raubwild ein. Wie selbstverständlich unsere Hündin, die in der Stadt zum Thema Katzen, Vögel und Rehwild immer ein klares „Nein!“ gehört hatte, an Andreas Seite Retriever-typisch, verlässlich und instinktsicher das jagdliche Arbeitsfeld annahm, fasziniert mich bis heute. Die jagdlichen Anlagen ihrer Linie kamen zum Vorschein und so wurde aus der freundlichen, angenehmen Familienhündin, die sie in Hamburg jederzeit war und ist, bei jedem Besuch in Idsingen eine begeisterte und führige Jagdgefährtin.

Labrador Gaya hat einen Marder im Fang

Als Andrea nach aufregenden drei Wochen die
Ultraschalluntersuchung machte, war klar:
Gaya ist tragend!!!

Sofort gingen die „innerfamiliären“ Gespräche los: die Jungs wollten auf jeden Fall einen Welpen behalten, ich fand, dass das viele Testosteron der drei „Männer“ nur mit Gaya noch nicht ausgeglichen sei, sodass auf jeden Fall eine Tochter von Gaya einziehen sollte – nur Johannes meinte (mit einem Zwinkern), dass Retrieverwelpen überhaupt nicht niedlich sind und auf keinen Fall ein zweiter Hund bei uns einzieht.